Verbale Deeskalation

Selbstverteidigung & Kampfkunst in Marzahn Hellersdorf

Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. In der Selbstverteidigung hat die verbale Deeskalation bis zu 80 % Stellenwert. Ich werde euch in einer Ampelphase erklären wie die Deeskalation funktioniert und wie Ihr Sie anwenden könnt. Ich hoffe Ihr nimmt einige Tipps und Tricks mit. So dann mal viel Spaß beim lesen und hinterlässt ruhig ein Kommentar unter dem Thema. Ich würde mich freuen.

Phase Grün: Die Vermeidung

Das Wort Vermeidung sagt schon alles. Will ein Aggressor uns wegen einen geklauten Parkplatz so richtig blöde anmachen, dann können wir einfach weiterlaufen und sagen "Tut mir Leid, ich muss weg!" oder "Danke, kein Interesse!" Lasst euch nicht festnageln sondern seit beweglich.

Hier ein Tipp: Stellt auch sicher das Ihr nicht verfolgt werdet, sondern schaut euch ruhig um. 

Phase Gelb: Die verbale Deeskalation

Wir stellen uns vor:  wegen dem geklauten Parkplatz, der Aggressor versperrt uns den Weg. Dann müssen wir schon deeskalieren. Wir müssen herausfinden was er möchte. Na klaro, er ist sauer wegen sein Parkplatz. Erstens sollte wir Ihn bitten den Weg wieder frei zu machen oder wir versuchen an Ihn vorbei zukommen. Verstellt er euch immer noch den Weg. Gehen wir weiter in die verbale Eskalation.

Vorsicht: Bitte fassen sie den Aggressor nicht an, er kann es als Angriff deuten.
Regeln:

  • Eine Armlänge bzw. über eine Armlänge vom Aggressor weg sein (Reaktionspuffer)
  • Schauen Sie Ihn auf die Brust um schneller die Angriffe zu sehen, um dann zu reagieren
  • Wo sind seine Hände? Hinter dem Rücken oder er greift nervös in seine Jackentasche oder Hosentasche und sucht was?
  • Halten Sie Ihre Handflächen vor dem Aggressor um zu sagen Stopp, ich möchte nichts von dir (für Zeugen)

Verbale Deeskalation: Machen Sie bitte den Weg frei. Und danach bedankt man sich, wenn er das getan hat.

Phase Gelb-Rot: Die verbale Eskalation

Nun will uns der Aggressor immer noch nicht weitergehen lassen, also müssen wir schon ein bisschen schroffer rangehen. Das heißt unsere verbale Eskalation kann schon das anschreien sein. Um den Aggressor klar zumachen, halt hier Stopp, so geht es nicht weiter. Viele Aggressoren schrecken zurück und lassen dann von uns ab.

Vorsicht: Bitte fassen sie den Aggressor nicht an, er kann es als Angriff deuten. 

Regeln:

  • Eine Armlänge bzw. über eine Armlänge vom Aggressor weg sein (Reaktionspuffer)
  • Schauen Sie Ihn auf die Brust um schneller die Angriffe zu sehen, um dann zu reagieren
  • Wo sind sind seine Hände? Hinter dem Rücken oder er greift nervös in seine Jackentasche oder Hosentasche und sucht was?
  • Halten Sie Ihre Handflächen vor dem Aggressor um zu sagen Stopp, ich möchte nichts von dir (für Zeugen)
  • Schauen sie schon mal wenn es zur körperlichen Auseinandersetzung kommt, wo Sie hinflüchten möchten (z.B. in eine Bar)
  • benutzen sie auch Spiegelungen von Fenstern oder Autospiegel u.s.w. um Überraschungen von hinten zu sehen

Verbale Eskalation: Lassen Sie mich durch (ohne ein Bitte und etwas lauter so das euch herumstehende Zeugen hören) man kann auch mit ein Schritt nach vorne gehen. So ist man in guter Struktur und nicht auf ein Punkt verlagert wo die Balance sehr schlecht ist.

Phase Rot: Die körperliche Auseinandersetzung

Alle anderen 3 Phasen haben nicht geklappt. Hier muss ich sagen, das man den Killerinstinkt einsetzen muss, um einen Angreifer schnell ausschalten zu können, man muss lernen primäre Ziele (z.b. Unterleib) anzugreifen und einfache, direkte und nichtklassische Techniken anzuwenden. Man kann dies nur in der Selbstverteidigungsschule lernen. Man muss dafür einen guten Trainer haben. Ab wann Notwehr beginnt, kann man hier nachlesen: klicke hier ... 

Nach der körperlichen Auseinandersetzung

Ihr seit vom Tatort geflüchtet. Dann sollte man nach dem Kampf auch die Polizei verständigen bzw. auch den Körper nach Wunden abchecken. Im Nahkampf (Infight/Corto Corto) was für uns ein totales Chaos ist, merken wir keine Messerstiche. Messerstiche werden wie Stöße registriert. Haben wir Wunden festgestellt, sollte man sie so schnell wie möglich abdrücken. Aber auch Zeugen sind wichtig, um sich abzusichern.

 

Nicht nur das körperliche wird stark beeinträchtigt sondern auch die Psyche. Jeder nimmt es anders auf. Habt Ihr psychologische Probleme wie z.b. Schlafstörungen oder Ihr traut euch nicht mehr aus dem Haus, dann sollte man einen Psychologen aufsuchen oder auch sich an einen besten Freund oder an eine beste Freundin wenden, um über das Problem zu reden. "Lasst euch helfen"

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